Der geheimnisvolle Pilz: Spannende Fakten über Trüffel
 01.12.2020, 11:32 Uhr

Sie zählen wohl zu DEN Versuchungen, wenn es um feines Dinieren geht: Trüffel. Aber was hat es mit der Köstlichkeit auf sich? Wir verraten euch, wie sie angebaut wird, wie sie schmeckt und was es bei den geheimnisvollen Pilzen unbedingt zu beachten gilt.

Was ist ein Trüffel?

Nicht zu verwechseln mit den ausgefallenen, mundgerechten Pralinen gleichen Namens, sind herzhafte Trüffel unterirdische Pilze, die in kalkhaltigen Böden in der Nähe der Wurzeln von Laubbäumen wie Eichen oder Haselnüssen wachsen. Sie werden in vielen Gebieten auf der ganzen Welt produziert, darunter sind die Länder Frankreich, Italien, Kroatien, Spanien, Neuseeland, China und Nordafrika sowie der Nahe Osten und der pazifische Nordwesten.

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Sind Trüffel Pilze?

Wegen ihres sporenhaltigen Körpers gilt der Trüffel grundsätzlich als eine Form von Pilz. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen. Trüffel wachsen nämlich unterirdisch, während Pilze typischerweise oberirdisch wachsen. Darüber hinaus schmecken essbare Trüffel nicht sehr ähnlich wie jeder traditionelle Pilz, auch wenn beide einen gewissen erdigen Geschmack haben.

Der Einfachheit halber betrachten die meisten Leute Trüffel als eine Form von Pilz, weil sowohl Trüffel als auch Pilze Fruchtkörper besitzen. Der Fruchtkörper ist übrigens der Teil des Pilzes, der Sporen reproduziert. Bei einem typischen Pilz zum Beispiel ist der Teil, der auftaucht, der Fruchtkörper, während der Stiel, der unter der Erde existiert, ein Pilz ist.

Wie schmecken Trüffel?

Schwarze Trüffel geben ein scharfes Aroma ab und schmecken normalerweise besser, wenn sie gekocht werden. Der Geschmack wird oft als nussig, erdig, holzig, pilzig und sogar ein wenig schokoladig beschrieben. Weiße Trüffel sind im Vergleich dazu etwas subtiler, aber dennoch vollständig erkennbar, wenn sie zu einem beliebigen Gericht hinzugefügt werden. Sie verströmen ein moschusartiges Aroma und liefern einen Geschmack, der typischerweise als leicht knoblauchartig beschrieben wird.

Der geheimnisvolle Pilz: Spannende Fakten über Trüffel

Wie werden Trüffel angebaut?

Der Prozess, Trüffel anzubauen, dauert im Durchschnitt drei bis vier Jahre und führt häufig zu Enttäuschungen. Der erste Schritt besteht darin, spezielle Pilzsporen in Eichen- oder Haselnussbäume zu injizieren, wenn es sich bei den Bäumen nur um Setzlinge handelt, wobei jeder Baum einen guten Abstand zum nächsten hat.

Während die Bäume wachsen, wachsen die Trüffel ebenfalls unterirdisch, indem sie sich an den Baumwurzeln festsetzen. Die Trüffel und die Wirtsbäume erleben eine symbiotische Beziehung, in der die Trüffel dem Baum helfen, nahrhaften Phosphor aus dem Boden zu bekommen, während die Baumwurzeln Glukose an die wachsenden Trüffel abgeben.

Wenn die Erntezeit kommt, setzen die Bauern speziell ausgebildete Hunde oder Schweine ein, um die ausgeprägten Trüffelaromen zu erschnüffeln. Dies ist als Trüffelsuche bekannt, und es soll nach Aussage derer, die es getan haben, ziemlich viel Spaß machen. Auf der anderen Seite kommen einige Bauern aufgrund von Faktoren wie Klima, Boden und Glück praktisch mit leeren Händen nach Hause und das macht wahrscheinlich überhaupt keinen Spaß.

Es ist auch erwähnenswert, dass Trüffel in der Natur natürlich wachsen können. Dies geschieht, wenn Tiere Trüffel ausgraben, dann die Sporen erbrechen und sie in anderen Gebieten verbreiten. Heutzutage gräbt jedoch in der Regel ein Mensch die Trüffel aus, bevor ein Tier sie genießen kann. Schließlich lässt sich damit Geld verdienen. Wegen des Gewinnpotenzials entstehen weltweit immer mehr Trüffelfarmen, trotz der langen Wartezeiten und der eingebauten Unsicherheit.

Wie sehen Trüffel aus?

Obwohl es eine Vielzahl von Trüffelarten gibt, sind die meisten Leute mit den allgemeinen Kategorien der schwarzen Trüffel und der weißen Trüffel vertraut. Schwarze Trüffel neigen dazu, raue und etwas körnige Äußerlichkeiten zu haben, die soliden Dreckklumpen ähneln. Ihr Inneres weicht davon stark ab und sieht fast wie Wagyu-Rindfleisch aus.

Weiße Trüffel hingegen ähneln äußerlich eher einer rauhäutigen Kartoffel. Im Inneren weisen sie eine marmorierte Pilzqualität auf, wie man sie bei schwarzen Trüffel findet, wenn auch in einer etwas anderen Form.

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