Apple hat auf seinen iPhones, iPads und Co. strengere Datenschutzregeln eingeführt – ganz zum Ärger von Onlinekonzernen wie Facebook. Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, können User nach einem Update auf die Systemversion iOS 14.5 nun selbst entscheiden, ob Apps sie zu Marketingzwecken über verschiedene Anwendungen hinweg verfolgen dürfen oder nicht. App-Anbieter müssen sich künftig also ausdrücklich die Erlaubnis der Nutzer einholen, bevor sie ihre Daten über Apps oder Webseiten erfassen und analysieren dürfen. Bereits im Sommer 2020 kündigte Apple die „App Tracking Transparency“ kurz ATT an und erhielt dafür deutliche Kritik von Onlinewerbefirmen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg warf Apple vor, dass man die kostenlosen Apps, die durch Werbung finanziert werden, so untergraben möchte, damit mehr Kunden Bezahl-Apps und Software-Abos im App-Store kaufen, woran Apple dann natürlich mitverdient. Das Ganze ging bereits so weit, dass acht deutsche Verbände aus der Medien- und Werbewirtschaft eine Missbrauchsbeschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht haben. Diese wird nun überprüft. Der Vorwurf der Verbände, dass Apple währenddessen selbst weiter fleißig Daten seiner Nutzer sammelt, wurde von einem Apple-Manager bereits widerlegt. „ATT gilt gleichermaßen für alle Entwickler weltweit – und das schließt auch Apple mit ein“, erklärte er so. Es bleibt also abzuwarten, wie das Bundeskartellamt die Lage einschätzt.

 27.04.2021, 15:44 Uhr

Bahnt sich da etwa ein Streit zwischen Apple und Facebook an? Mit der neuen Systemversion iOS 14.5 von Apple führt das Unternehmen strengere Datenschutzregeln ein. Künftig können App-Betreiber nämlich nicht mehr so einfach auf die Daten der Nutzer zugreifen. Ein Unding für Facebook, da das Unternehmen auf diese Daten angewiesen ist. Und auch sonst beschwerten sich bereits acht deutsche Verbände aus der Medien- und Werbewirtschaft beim Bundeskartellamt. Alle Details dazu gibt’s hier im Video.

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