Die Kritik an dem Messenger WhatsApp wird immer lauter. Nachdem die Datenbestimmungen der Facebook-Tochter zunächst geändert und persönliche Daten mit Facebook geteilt werden sollten, sahen sich Millionen Nutzer nach Alternativen um. Die Folge: Die neue Bestimmung wird - zumindest in Europa - nicht umgesetzt. Dennoch stieg die Zahl der Nutzer von WhatsApp-Konkurrent Signal an. Doch jetzt rückt anscheinend ein fast vergessener Dienst wieder in den Fokus einiger User: ICQ. Der Instant Messenger erfuhr ab Mitte der 90er Jahre bis in die späten 2000er einen echten Hype. Doch nachdem immer mehr vom Computer auf das Smartphone umgestiegen, wurde WhatsApp schnell erfolgreicher. Doch jetzt soll zumindest in Hongkong ICQ wieder vermehrt genutzt werden. Das alte, blumige Logo wurde durch ein moderneres ersetzt und mittlerweile ist der Messenger nicht mehr nur am PC, sondern auch auf dem Smartphone nutzbar. Die passende App für „ICQ New“ gibt’s für Android und iOS. Doch wer in Nostalgie schwelgen und zu ICQ wechseln will, sollte vorsichtig sein: Auch der russische Mutterkonzern von ICQ sorgte bereis häufig für Negativschlagzeilen im Hinblick auf den Datenschutz und eine fehlende Verschlüsselung.

 26.01.2021, 14:52 Uhr

Vor einigen Jahren gab es kein Vorbei an ICQ, dem Kult-Messenger der 90er und 2000er. Nachdem WhatsApp jedoch nun heftige Kritik einstecken musste, wechseln einige User in Hongkong bereits zum erneuerten „ICQ New“. Kehrt der Messenger etwas wieder zurück? Im Video erfahrt ihr Details.

In den 2000ern kannte jeder die grüne Blume: Feiert ICQ jetzt ein Comeback?

Nachdem WhatsApp erst kürzlich angekündigt hat, seine Nutzungsbedingungen und seine Datenschutzrichtlinie zu aktualisieren, war das Bedauern einiger Nutzer groß. Offenbar so groß, dass man sich nach alternativen Diensten umschaute. Aber warum? Wie unter anderem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" berichtet, will "Whatsapp künftig bestimmte Nutzerdaten auch mit anderen Facebook-Unternehmen und Werbepartnern teilen". Allerdings werden, wie eine WhatsApp-Sprecherin gegenüber "SPIEGEL" bestätigte, in Europa und Großbritannien auch zukünftig keine Nutzerdaten verwendet, um "Produkte oder Werbung des sozialen Netzwerks zu verbessern". Grund dafür ist die EU-Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, die die Bürgerinnen und Bürger schützt. Und trotzdem dürften sich nach diesem Schock einige Nutzer bereits nach anderen Messenger-Diensten umgeschaut haben. Eine Plattform, die durch die massive Kritik an WhatsApp profitieren könnte, ist ICQ, die in den 2000ern im Trend lag. 

Mehr Lifestyle-News gibt es hier für euch:

Ist ICQ New eine Alternative zu WhatsApp? In Hongkong soll der Messenger-Dienst boomen

Dem "The Wall Street Journal" zufolge wird der alt bekannte Klassiker von damals gerade fleißig gedownloadet - zumindest in Hongkong! Ob der Messenger-Dienst auch in Deutschland ein Revival erleben wird? Schließlich handelt es sich bei ICQ nicht mehr nur um die Desktop-Version von damals, sondern auch um eine App mit aktualisiertem Design. Doch auch hier heißt es wie so oft: Vor dem Download unbedingt die Datenschutzbestimmungen lesen! Schließlich wurden ICQ New, das übrigens zum russischen Unternehmen "Mail.ru" gehört, in der Vergangenheit Sicherheitslücken vorgeworfen. 

→ Über ICQ im neuen Gewand haben wir bereits im vergangenen Frühjahr berichtet. Wie genau sich der beliebte Messenger-Dienst der 2000er verändert hat und worauf es zu achten gilt, das erfahrt ihr im unten stehenden Clip. Klickt euch doch mal rein! 

Der Messenger ICQ war in den frühen 2000ern für viele junge Leute das Kommunikationsmittel am Computer. Jetzt kehrt der Dienst zurück und könnte zur ernsthaften Konkurrenz für WhatApp werden. Unter dem Namen ICQ New wurde der Messenger-Dienst relauncht. Dabei gab es ein neues Design und neue Funktionen. Nutzer sollen ICQ nicht mehr nur in einer Webversion auf dem Computer nutzen, sondern auch die passende App herunterladen können. Darüber hinaus sind alle gängigen Funktionen eines Messengers wie Sprachaufnahmen oder Videocalls möglich. Zudem bleiben Kontakte und Chats erhalten, wenn man sein Gerät wechselt. ICQ New soll zudem ein Feature beinhalten, bei dem beispielsweise Gruppen aus bis zu 25.000 Mitgliedern für Umfragen benutzt werden können. Sprachnachrichten sollen auch in Texte umwandelbar sein. Derzeit wird jedoch noch die Sicherheit von ICQ New kritisiert. Das russische Unternehmen „Mail.ru“ soll dafür zuständig sein, derzeit ist aber noch unklar, ob die Nachrichten über den Messenger verschlüsselt werden oder nicht. Inwieweit sich ICQ New gegenüber WhatsApp durchsetzen wird, bleibt also erstmal noch abzuwarten.

Das könnte dich auch interessieren: