Hundehaltung in Mietwohnungen ist ein Thema, welches viele Tierfreunde beschäftigt. Darf sich der Mieter einen Hund anschaffen, obwohl der Vermieter dagegen ist? Das Amtsgericht Paderborn sprach sich nun in einem Fall für eine Hundehaltung aus. Hier wollten sich Mieter einer Wohnung in Nordrhein-Westfalen eine neue Deutsche Dogge anschaffen, nachdem ihr Hund verstarb. Der Mietvertrag sah jedoch vor, dass die Haltung von großen Hunden von der Vermieterin genehmigt werden muss. Nach dem traurigen Tod des Vierbeiners der Familie stimmte die Vermieterin für die Haltung einer neuen Deutschen Dogge jedoch plötzlich nicht mehr zu. Der Grund: Es könnte sein, dass sich die anderen Mieter wegen der Größe des Hundes eingeschüchtert fühlen. Außerdem möchte sie einen Nachahmungseffekt vermeiden, hieß es. Daraufhin klagten die Mieter vor dem Amtsgericht Paderborn. Die Richter sprachen sich letztendlich nicht zugunsten der Vermieterin aus, denn sie bestätigten den Mietern einen Anspruch auf die Zustimmung zur Hundehaltung. Nur wenn eine konkrete Gefährdung oder Störung durch den Vierbeiner ausgeht, kann die Vermieterin die Hundehaltung untersagen.
Vermieter haben laut Mietvertrag keine Möglichkeit, die Hundehaltung prinzipiell zu verbieten. Klauseln, die die Erlaubnis des Vermieters einfordern, sind hingegen erlaubt. Doch demnach kann ein Vermieter die Zustimmung eben nur verwehren, wenn der Hund eine Gefährdung oder Störung darstellt.

 01.03.2021, 10:09 Uhr

Viele Haushalte in Deutschland haben mittlerweile einen Hund als zusätzliches Familienmitglied. Daher ist es bei einem Umzug besonders wichtig, dass der Vierbeiner in die neue Mietwohnung mit einziehen darf. Doch wann kann der Vermieter zur Hundehaltung wirklich nein sagen und das Haustier verbieten? Jetzt gibt’s dazu ein neues Urteil.

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