Krankmeldung Wer krank ist und nicht arbeiten kann, der geht gewöhnlich zum Arzt und reicht dem Arbeitgeber eine Krankheitsbescheinigung vor. Anschließend wird der Lohn weitergezahlt, während man seine Krankheit auskurieren kann. Aber womöglich soll sich diese Vorgehensweise bald ändern, denn: Ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts hat vielleicht einen Präzedenzfall geschaffen, bei dem eine einfache Krankschreibung nicht mehr ausreicht. So gab es einen Fall, bei dem eine Frau nach ihrer Kündigung für den Rest der Arbeitszeit eine Krankmeldung einreichte. Der Arbeitgeber hielt diese für unglaubwürdig und strich die Lohnfortzahlung. Die Frau ging vor Gericht und erhielt Recht, doch in weiterer Instanz wurde für den Arbeitgeber beim Bundesarbeitsgericht entschieden. Doch in diesem speziellen Fall hatte die Ex-Mitarbeiterin anscheinend schon einen Tag vor der Kündigung einem Kollegen anvertraut, nicht mehr zur Arbeit kommen zu werden. Außerdem deckte sich die Krankmeldung verdächtig mit der Zeit bis zum letzten Arbeitstag und der Kündigung. Bislang gilt dieses Urteil nur für diesen besonderen Fall, bei ähnlichen Fällen in der Zukunft könnten sich Arbeitgeber jedoch auf das hier gesprochene Urteil berufen. Aber keine Sorge: Bei einem normalen Krankheitsfall sollte weiterhin eine einfache Krankmeldung genügen.

 10.09.2021, 15:32 Uhr

Ein Urteil vom Bundesarbeitsgericht besagte nun, dass eine Krankmeldung bei einer Frau nicht ausreichte, um nicht mehr zur Arbeit zu kommen. Könnte dieser Fall nun zur Regel werden und Arbeitgeber dürfen mehr als eine Bescheinigung vom Arzt verlangen? Erfahrt die Details zum Thema hier. 

Das könnte dich auch interessieren: