Können Tiere Coronaviren übertragen? Nachdem bekannt wurde, dass Fledermäuse der Ursprung des Erregers SARS-CoV-2 sein könnten, hat nun eine neue Studie gezeigt, dass es viel mehr potenzielle Wirte von Coronaviren im Tierreich gibt, als anfangs vermutet. Wissenschaftler der Universität Liverpool haben nun herausgefunden, welche Säugetiere Quelle neuer Virusstämme sein könnten. Hierbei wurden die Verbindungen zwischen 411 Coronavirus-Strängen und 876 Säugetieren, die als Wirt dienen, untersucht. Das Ergebnis: Die Wissenschaftler haben dabei eine Reihe von Arten entdeckt, die ziemlich sicher an früheren Ausbrüchen beteiligt waren. Demnach gehört neben der Fledermausart Hufeisennase auch der Pangolin dazu. Hierzulande ist der Pangolin besser als Schuppen- oder Tannenzapfentier bekannt. Laut der Studie bei „Nature Communications“ können aber auch Igel, Kaninchen und Hauskatzen zahlreiche Coronaviren in sich tragen. Doch beim momentan grassierenden Virus SARS-CoV-2 können laut der Tierrechtsorganisation PETA zumindest Haustiere nicht als Träger oder Überträger fungieren. Das Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen an der Universität Leipzig weist sogar darauf hin, dass sich beispielsweise Hauskatzen wiederum beim Menschen mit COVID-19 anstecken können, wenn sie engen Kontakt zu einer infizierten Person haben. Bislang wurde aber noch keine Übertragung von Katzen auf den Menschen nachgewiesen.

 19.02.2021, 10:26 Uhr

Fledermäuse gelten seit Beginn der Pandemie als DIE Corona-Entfacher. Dabei könnten weitere Tiere ebenfalls den Erreger SARS-CoV-2 übertragen haben. Wissenschaftler der Universität Liverpool haben nun in einer Studie entdeckt, welche Säugetiere Coronaviren in sich tragen. Auch Hasen und Katzen sollen dazu zählen. Weitere Infos gibt’s oben im Video.

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