Tabak-Heater und E-Zigaretten - die Alternativen zur Zigarette
 26.04.2022, 08:57 Uhr

Dass das Rauchen von Zigaretten gesundheitsschädlich ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch trotz Schock-Bildern und Warnhinweisen auf den klassischen Tabakprodukten, erfreuen sich Zigaretten weiterhin allgemeiner Beliebtheit. Was es für Alternativen gibt und ob diese einen gesundheitlichen Unterschied machen, stellen wir euch in diesem Beitrag vor. 

Was macht Zigaretten so gesundheitsschädlich?

Durch das Verbrennen des Tabaks werden neben dem Nervengift - und der abhängig machenden Substanz - Nikotin, auch über 7.000 andere chemische Stoffe freigesetzt, welcher durch das Inhalieren des Rauchens über die Lunge in unseren Körper aufgenommen werden. Unter den Stoffen findet man unter anderem Blausäure, Kohlenmonoxid und Stickoxide. All diese Stoffe erhöhen das Risiko, an Krebs oder Herz-Kreislaufleiden zu erkranken. Auch kosmetische Folgen, wie gelbe Zähne und Finger oder Haarausfall lassen sich auf den Konsum von Zigaretten zurückführen.

Die meisten Raucherinnen und Raucher sind sich diesem Risiko bewusst und dadurch immer mehr auf der Suche nach einer Alternative zur klassischen Zigarette, um diese Risiken zumindest zu vermindern. Denn wichtig ist es bei Alternativen zur Zigarette zu wissen, dass keine davon noch gesundheitsschädlicher ist.

Welche Alternativen gibt es zur Zigarette und wie unterscheiden sie sich?

Die wohl bekannteste Alternative zur Zigarette ist die sogenannte E-Zigarette, oder auch "Dampfe" genannt. Bei einer E-Zigarette kommt kein Tabakprodukt zum Einsatz, sondern eine meist nikotinhaltige Flüssigkeit. Diese wird in den Tank des Gerätes eingefüllt und durch eine Heizspirale im Inneren erhitzt, bis die Flüssigkeit verdampft. Dieser Dampf wird dann inhaliert. Die Flüssigkeiten - auch Liquids genannt - gibt es in verschiedensten Geschmacksrichtungen und verschiedenen Nikotinkonzentrationen.

Immer mehr an Beliebtheit gewinnen aber auch die sogenannten Tabakerhitzer. Dabei vor allem bekannt der IQOS Tabakerhitzer und der glo Heater. Bei beiden Geräten ist das Prinzip ähnlich: Hier werden Tabaksticks mit dem Gerät benutzt, welche durch einen Heizstab oder per Induktion erhitzt werden. Der dadurch freigesetzte Rauch bildet das Inhalat.
Die Schadstoffmenge im Dampf bzw. Rauch ist bei beiden Alternativen wesentlich geringer als bei einer Zigarette, da nichts mehr verbrannt, sondern nur erhitzt wird. Dadurch werden weniger schädliche Stoffe freigesetzt, ohne auf das Nikotin verzichten zu müssen.

Welche Vor- und Nachteile bieten die Alternativen?

Gesund davon ist weder die E-Zigarette noch der Tabakerhitzer. Gesund wäre es, ganz auf tabak- und nikotinhaltige Stoffe zu verzichten.
Allerdings zeigen Studien, dass sowohl bei der E-Zigarette als auch beim Tabakerhitzer im Durchschnitt 95 Prozent weniger Schadstoffe an den Körper abgegeben werden. Das verringert das Risiko, an "raucher-typischen" Leiden zu erkranken, schließt sie aber nicht zu 100 Prozent aus.

Ein weiterer Vorteil ist der wegfallende Zigarettengeruch in der Wohnung oder an der Kleidung, sowie die Reduzierung von gelben Verfärbungen an Zähnen und Fingern. Auch berichten viele Nutzer von Tabakerhitzern oder E-Zigaretten, dass sich typische Auswirkungen von Zigaretten, wie beispielsweise eine verminderte Ausdauer, Husten oder ein verminderter Geschmackssinn, innerhalb von vier bis sechs Wochen nach Umstieg auf die Alternative verbessert haben oder sogar gänzlich weggefallen sind.
Der größte Nachteil beider Alternativen liegt auf der Hand: Es ist keine Zigarette. Weder vom Geschmack noch vom Gefühl. Auch, wenn die Tabakerhitzer Tabakprodukte nutzen und es für die E-Zigarette Liquid mit Tabakgeschmack zu kaufen gibt, kommt keines davon an den Geschmack einer Zigarette heran.

Bei der E-Zigarette muss man sich auf hohe Anschaffungskosten einstellen und benötigt ein gewisses Know-how, um das richtige Gerät zu finden und den Umgang damit zu optimieren.

Bei den Tabakerhitzern gestalten sich die Tabaksticks teilweise teurer als normale Zigaretten 

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