Gelüste und Heißhunger in der Schwangerschaft Die folgenden Klischees über Schwangere kennt vermutlich so gut wie jeder: Saure Gurken werden angeblich massenhaft verzehrt, eher ungewöhnliche Kombinationen wie Gummibärchen mit leckerem Rollmops kommen gut an und auch Vanilleeis kann schon mal mit etwas Herzhaftem vertilgt werden. So verrückt wie diese Essens-Präferenzen auch klingen mögen: An den Vorurteilen ist tatsächlich etwas dran! Und Schuld sind die hormonellen Umstellungen im Körper während der Schwangerschaft. Sie sind der Übeltäter dafür, dass manche Schwangere nicht mal an Essen denken können, ohne dass ihnen schlecht wird. Manchen Frauen eröffnet diese Zeit aber auch ganz neue Horizonte in der Lebensmittel-Welt. Die sprunghaft steigende Menge eines Hormons, das Beta-HCG-Hormon, ist dafür verantwortlich, dass einem Drittel der Frauen während der Schwangerschaft übel wird und dem Rest ein ständiges Hungergefühl verpasst. Auch der Geruchssinn und der Speichel verändern sich, weswegen auch der Geschmack beeinträchtigt ist und sich Essensgewohnheiten verändern können. Das Coole ist aber, dass der weibliche Körper einem während der Schwangerschaft genau mitteilt, was er braucht, um das Baby gut versorgen zu können. Durch Heißhungerattacken oder Gelüste nimmt er sich dann, was er braucht! Dennoch sollte man als Schwangere darauf achten, nicht allzu übermäßig zu schlemmen, weil eine unkontrollierte Zunahme während der Schwangerschaft nicht empfehlenswert ist. Trotzdem kann man guten Gewissens der ein oder anderen Heißhungerattacke nachgeben, denn sie zu unterdrücken bringt rein gar nichts. Davon wird man unglücklich, was sich ebenfalls negativ auf das Kind auswirken kann. Ein gesundes Mittelmaß und eine halbwegs gesunde Ernährung sollten hier also an oberster Stelle stehen.

 16.07.2020, 10:08 Uhr

Sollte deine Partnerin oder deine beste Freundin demnächst schwanger sein, sprich sie am besten nicht auf ihr vielleicht etwas ungewöhnliches Essverhalten an. Wenn ihr die saure Gurke mit Nutella tatsächlich zu schmecken scheint, dann ist das kein Klischee, sondern ganz normal. Für die Heißhungerattacken und Gelüste in der Schwangerschaft gibt es nämlich eine ganz einfache Erklärung. Wie es dazu kommt, dass plötzlich die wildesten Kombinationen zu schmecken scheinen? Das erfahrt ihr bei uns.

Dass Frauen während der Schwangerschaft oft Gelüste haben, ist kein Klischee

Es sind hartnäckige Klischees, die seit vielen Jahren in unseren Köpfen verankert sind: Schwangere essen gerne saure Gurken, mögen ungewöhnliche Kombinationen wie Gummibärchen mit Rollmops oder aber auch Vanilleeis mit anderen herzhaften Lebensmitteln. Was für Nicht-Schwangere total eklig klingt, ist für etwa zwei Drittel der Schwangeren aus irgendeinem Grund ansprechend. Klar, es gibt auch noch das andere Drittel, das am liebsten gar nichts mehr essen würde. Viele Schwangere sind vor allem am Anfang ihrer Schwangerschaft geplagt von Übelkeit und kriegen nichts runter. Aber wie kann das sein? Wieso wollen die einen auf einmal am liebsten gar nichts mehr zu sich nehmen und der restliche Teil der schwangeren Frauen steht auf diese ausgefallenen Essensgewohnheiten?

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Ein Hormon ist dafür verantwortlich, dass Heißhungerattacken in der Schwangerschaft auftreten 

Dass es sich bei den ausgefallenen Nahrungsmittel-Kombinationen und den oft stark ausgeprägten Gelüsten um keine Klischees handelt, liegt an einem Hormon namens Beta-HCG. Das sorgt im schwangeren Körper der Frau dafür, dass sich Geruchssinn und Speichel verändern, weswegen letzten Endes der Geschmack beeinträchtigt wird. Dadurch können sich auch die Essensgewohnheiten verändern. Aber keine Angst: Genau darauf ist der weibliche Körper ausgelegt. Er holt sich während der Schwangerschaft genau das, was er braucht. Wenn er zum Beispiel merkt, dass er zu wenig Eiweiß hat, bekommen die Schwangeren vermehrt Lust auf eiweißhaltige Nahrung. Das ist allerdings noch kein Grund, sich jeder Lust nur so hinzugeben, denn auf eine ausgewogene und einigermaßen gesunde Ernährung sollte definitiv während der Schwangerschaft geachtet werden. Mögliche Heißhungerattacken zu ignorieren, bringt aber auch nichts, weil man sonst unglücklich wird und sich auch das negativ auf das ungeborene Kind auswirken könnte. Also gilt, wie bei so vielen Dingen im Leben: Ein gesundes Mittelmaß sollte beachtet werden! 

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