Die zweite Welle der Corona-Krise scheint sich immer mehr anzubahnen, weshalb es bereits seit dem 2. November neue Lockdown-Maßnahmen gibt. Teil dieser Maßnahmen ist auch die erneute Schließung der Fitnessstudios. Doch das will man nicht einfach so hinnehmen! Wie „Business Insider“ berichtet, haben sich fast alle großen Fitnessketten in Deutschland zusammengetan und in den meisten Bundesländern Klagen gegen die Verordnungen eingereicht. Dazu gehören unter anderem die LifeFit-Gruppe, zu der beispielsweise Fitness First gehört, sowie das Unternehmen Clever fit, das mit fast 400 Studios zu den größten Fitness-Discounter-Ketten Deutschlands zählt. Aus Branchenkreisen heißt es aber, dass auch eine weitere, große Fitnesskette Klagen vorbereitet. Dabei beruht die Argumentation der Studiobetreiber darauf, dass es bisher noch keinerlei Hinweise darauf gibt, dass Besuche in Fitnessstudios wirklich wesentlich zum Pandemiegeschehen beitragen. Die von der Bundesregierung angebotene Unterstützung für betroffene Unternehmen, immerhin 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats, hilft dabei auch nur bedingt weiter. Aktuell befinden wir uns im lukrativsten Zeitraum für Fitnessstudios, da Ende des Jahres üblicherweise die meisten Neuverträge abgeschlossen werden. Generell erwarten die Gerichte derzeit aber sowieso Klagewellen: Laut „Focus Online“ erhielten die Verwaltungsgerichte in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern diesbezüglich bereits zahlreiche Eilanträge - unter anderem auch aus der Gastronomie.

 04.11.2020, 15:35 Uhr

Sind die Maßnahmen im „Lockdown light“ teilweise vielleicht ungerechtfertigt? Diese Frage werfen nun zumindest zahlreiche Fitnessstudios auf, die nun gegen die Schließungen seit dem 2. November klagen. Wie die Chancen stehen? Alle Infos zu den Hintergründen gibt es hier.

Fitnessstudio-Ketten wollen wohl gegen die beschlossenen Corona-Maßnahmen klagen

Der vergangene Mittwoch dürfte vor allem der Veranstaltungsbranche, Gastronomie sowie den Betreibern von Sportstätten einen herben Schlag versetzt haben. Der Grund: Der neue Bund-Länder-Beschluss sieht vor, dass eben jene Lokalitäten ihre Pforten einen ganzen Monat, beginnend vom 02. November 2020 an, schließen müssen. Schuld sind die hohen Zahlen von Neuinfektionen des Coronavirus, das die Welt weiterhin im Griff hat. Die Maßnahme dürfte die Betriebe stark an den ersten Lockdown im Frühjahr erinnern. Wie "Business Insider" berichtet, haben sich aber nun nahezu alle großen Fitnessstudio-Ketten des Landes zusammengeschlossen, um gegen eben jene beschlossenen Maßnahmen zu klagen. 

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Geschäftsführer der "LifeFit"-Gruppe bestätigt, dass man in allen Bundesländern klage

Der Geschäftsführer der "LifeFit"-Gruppe, zu der Fitness First, Smile X und Elbgym zählen, bestätigte dem Artikel zufolge bereits, dass das Unternehmen in allen Bundesländern gegen die verordneten Schließungen rechtlich vorgeht. Doch nicht nur sie, sondern auch "clever fit" versuchen sich gegen die Auflage zu wehren. Der Chief Operating Officer der Kette erklärte dazu wohl bereits: "Für unsere Franchise-Partner prüfen wir derzeit in allen Bundesländern inwieweit man gegen die behördlichen Anordnungen vorgehen kann." Zudem plane laut des Berichts "eine weitere große, bundesweit vertretene Kette" zu klagen. Das will der "Business Insider" aus Branchenkreisen erfahren haben.

Fitnessstudios gehen derzeit Neuverträge durch die Lappen

Auch wenn die Regierung im Zuge des Bund-Länder-Beschlusses den Betroffenen wirtschaftliche Hilfe zugesagt hat, ist es wohl der fehlende Abschluss von Neuverträgen, der den Fitnessstudios zu schaffen macht. Demnach sei der November ein wichtiger Monat, um neue Kunden zu akquirieren. Eine Einnahme-Quelle, die mit der erneuten Schließung für die Studiobetreiber nun erstmal wegfällt. Ob die Klagen der großen Ketten Gehör finden? Bei diesen beziehe man sich anscheinend darauf, dass bis jetzt nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Betreibung von Fitnessstudios in hohem Maße die Ausbreitung des Coronavirus befeuert habe. 

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