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#AdidasBoykott trendet: Adidas will keine Miete zahlen & kassiert Shitstorm

Adidas steht aktuell heftig in der Kritik. Grund dafür ist die Ankündigung des Unternehmens, ab April keine Miete für seine Läden bezahlen zu wollen. Und dabei geht es dem Sportartikelhersteller so gut, wie nur wenigen anderen. 2019 gab es einen Umsatz in Höhe von 23,6 Milliarden Euro, von dem ein Gewinn in Höhe von rund zwei Milliarden Euro übrig blieb. Auch an Cash-Reserven mangelt es Adidas offenbar nicht, die Rede ist von 873 Millionen Euro. Da sollten Mietzahlungen eigentlich kein Problem sein, bedenkt man kleinere Unternehmer in Deutschland, wie Friseure oder Restaurants, die aktuell kurz vor der Insolvenz stehen. Kein Wunder, dass Justizministerin Christine Lambrecht empört auf die Ankündigung von Adidas reagierte. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ verriet sie: „Diese Regelung bietet keinerlei Grundlage dafür, dass finanzstarke Unternehmen jetzt einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen.“ Mit Regelung ist das neue Kündigungsschutzgesetz für Mieter gemeint, denen während der Corona-Krise nicht gekündigt werden darf, auch wenn sie finanziell nicht in der Lage sind, die Miete zu zahlen. Schlimmer als diese Kritik könnte für Adidas allerdings der Image-Schaden sein, denn schnell entwickelte sich via Twitter unter dem Hashtag #AdidasBoykott ein Shitstorm. Adidas hingegen wehrte sich und erklärte, es handele sich um Miet-Stundungen, die mit den Vermietern abgesprochen seien. Dies betreffe zudem nur große Immobilienvermarkter und Versicherungsfonds. Die vier Ladenlokale, die von Privatpersonen vermietet werden, sollen nicht betroffen sein und ihre Miete regulär erhalten.

Mag Pytlik
Mag Pytlik
 30.03.2020, 14:30 Uhr

Der Sportartikelhersteller Adidas hat jetzt einen Shitstorm kassiert. Das Unternehmen gab bekannt, dass ab April vorerst keine Mieten mehr gezahlt werden sollen. Daraufhin gab es große Empörung, bedenkt man, dass Adidas Milliardenumsätze generiert. Man erklärte später zwar, es handele sich nur um Stundungen, doch der Schaden war angerichtet. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

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