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Chef von Eventim klärt auf: Die Veranstalter müssen Geld für Tickets erstatten

Die Corona-Krise hat einige Bereiche noch immer fest im Griff. Während nach und nach Lockerungen im öffentlichen Leben möglich sind, sind auch in den nächsten Monaten Großveranstaltungen tabu. Konzerte und Festivals wurden bereits abgesagt. Vor allem aber Kunden des Online-Ticketverkaufs Eventim sind verärgert, denn bislang erhielten sie für ausgefallene Veranstaltungen weder ihr Geld zurück noch einen Gutschein. Im Interview mit „Stern“ äußerte sich nun der Chef des Ticketgiganten, Klaus-Peter Schulenberg, zu dem Thema. Der Unternehmer zeigte Verständnis für die Wut des Verbrauchers. Weiter führte er aus: „Wir haben sicher als Eventim versäumt, klarer deutlich zu machen, dass nicht wir das Geld dem Kartenkäufer schulden, sondern die Veranstalter. Wir sind nur der Vermittler, über unsere Plattform werden die Eintrittskarten gekauft und wir leiten die erhaltenen Eintrittsgelder an die Veranstalter weiter.“ So sei es die Entscheidung des Veranstalters, ob eine Veranstaltung abgesagt oder verschoben wird. Schulenberg sprach sich auch für die Gutschein-Lösung der Bundesregierung aus. So sollen Gutscheine für ausgefallene Veranstaltungen ausgeschrieben werden. Erst 2022 sollen nicht eingelöste Gutscheine durch Bargeld ersetzt werden. Damit sollen Veranstalter vor dem Konkurs bewahrt werden.

Imke Schmoll
Imke Schmoll
 11.05.2020, 11:19 Uhr

Viele Kunden von Eventim sind verärgert, da sie das Geld für ausgefallene Veranstaltungen nicht zurückerstattet bekommen. Der Eventim-Chef Schulenberg meint jedoch, dass nicht die Ticketplattform, sondern der Veranstalter das Geld erstatten muss. Den Ärger seiner Kunden versteht er jedoch, verriet er dem „Stern“. Erfahrt hier die Details.

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