01. Februar
Lifestyle

Deutschland ist Exportweltmeister, in Deutschland lebt Mittelstand – alles Superlative der letzten Jahre. Doch was verspricht die Zukunft – in Deutschlands Bildung herrscht Mangel an allen Ecken und Enden. Ein Beispiel dafür ist die digitale Grundausbildung ab der Grundschule.

O-Ton 1: „Um einen sinnvollen Umgang mit den Kommunikationsmöglichkeiten der heutigen Zeit anzustreben, erfordert dieses bei den Schülern gewisse Grundfertigkeiten. Daher muss der Aufbau der Grundfertigkeiten bereits im ersten Schuljahr beginnen und fächerübergreifend genutzt werden. Und das passiert leider an den wenigsten Schulen.“

Warum das so ist, dafür gibt es viele Gründe. Zum einen sind es klamme Gemeindekassen, die die Grundausstattung der Schulen teilweise bewußt, teilweise aus tagesaktuellen Zwängen vernachlässigen. Zum anderen aber ist es sehr oft auch Unwissen, das zur Entscheidung führt, digitale Mediengeräte würden nur zur Unterhaltung und nicht als Medienträger und notwendige Fertigkeit der jungen Generation dienen. Ein klassischer Generationenkonflikt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Schüler selbst.

O-Ton 2 „Wir versuchen von der Wirtschaft, von Elterninitiativen und privaten Engagements sowohl den Schulträger als auch die Lehrer selbst für einen bewußten Umgang mit den technischen Möglichkeiten zu begeistern. Aber dabei werden uns von beiden Seiten als erstes Mal ein Sack voller Bedenken hingestellt und dann stehen die Probleme von Lehrermangel und Unterbesetzung einer zusätzlichen Medienkompetenz und Medienumgangsbildung entgegen. Schule 2019 heißt vor allem mit den finanziellen Problemen und den Mängeln umgehen zu lernen und nicht mehr zukunftsweisend arbeiten zu können.“

Allein der abgelehnte Digitalpakt zwischen Bund und Ländern zeigt, wie schwer sich die Politik mit der Umsetzung und Mittelzuweisung an die Schulen tut. Die Finanzierung ist wieder verschoben, das akute tägliche Problem bleibt. Auf der Didacta 2019, der Messe für Bildung und Schulentwicklung in Köln ist deswegen das Thema Digitalisierung der Schulen absolut in den Fokus gerutscht. Hier wird nun über Auswege aus der derzeitigen digitalen Bildungskrise diskutiert.

O-Ton 3 „Die Schritte müssen jetzt folgende sein –
Ein Aktionsplan...
Sofortige Mittelzuweisung...
Wir werden hier auf der Didacta diskutieren, wie wir noch andere Alternativen finden können, die...

Alternativlösungen mit Hilfe der Wirtschaft und private Spenden an Schulen scheinen derzeit das einzige Mittel, um schnelle Lösungen zu schaffen. Staatlicherseits steht eine bundesdeutsche Lösung wohl noch lange in den Sternen.
Eine verantwortungsvolle Ausbildung ohne Zuhilfenahme der nötigen technischen Hilfsmittel würde den Start einer ganzen Generation sehr beeinträchtigen. Und das kann man mit einem jährlichen Milliardenüberschuss als Exportweltmeister kaum mehr logisch erklären

Digitalisierung in der Schule: Mangel an allen Ecken und Enden

An deutschen Schulen ist größtenteils an neue Technik nicht zu denken. Lehrer können damit nicht umgehen oder lehnen moderne Datenträger schlicht ab. Auf der Didacta 2019, der Messe für Bildung und Schulentwicklung in Köln, ist deswegen das Thema Digitalisierung der Schulen absolut in den Fokus gerutscht. Hier wird nun über Auswege aus der derzeitigen digitalen Bildungskrise diskutiert.

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