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Hitze am Arbeitsplatz? Ab dieser Temperatur MUSS gehandelt werden

Während die Kids im Sommer öfter mal das magische Wort „hitzefrei“ zu hören bekommen, können schwitzende Arbeitnehmer im Büro nur davon träumen. Aber ist das wirklich so? Ein Blick auf ein Faltblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahr 2019 zeigt, dass es durchaus Bestimmungen gibt, an die sich der Arbeitgeber bei heißen Temperaturen halten muss. So bezieht sich das Faltblatt auf die „Technische Regel für Arbeitsstätten“ und zeigt ein Stufenmodell zur Erläuterung auf. Bei einer Raumtemperatur zwischen 26 und 30 Grad sollte der Chef definitiv Maßnahmen ergreifen. Ist es im Büro zwischen 30 und 35 Grad heiß, ist er sogar dazu verpflichtet. Solche Maßnahmen können beispielsweise flexible Arbeitszeiten oder der Einsatz von Ventilatoren sein. Klettert das Thermometer in den Arbeitsräumen auf über 35 Grad, „so ist der Raum für die Zeit der Überschreitung ohne entsprechende Maßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet“, heißt es hier. Ganz so einfach wie bei den Kids ist es für Büromitarbeiter sicherlich nicht, allerdings müssen Arbeitnehmer im Sommer keine unerträglichen Zustände dulden. Einfach so ohne Absprache „hitzefrei“ zu machen, geht aber natürlich nicht.

Mag Pytlik
Mag Pytlik
Regina Fürst
Regina Fürst
 28.06.2020, 07:00 Uhr

Im Sommer ist doch eigentlich alles schöner. Eine These, der Büromitarbeiter widersprechen dürften, wenn sich die Räumlichkeiten mal wieder zur Sauna entwickeln. Aber gibt es auch für Arbeitnehmer Hitzefrei? Ab welcher Temperatur der Chef handeln muss, erfahrt ihr bei uns. 

Hitzefrei im Büro? Das sagt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 

Die Kleidung klebt am Körper, der Computer-Bildschirm ist kaum zu erkennen und die Luft scheint zu stehen: Ja, so ein Sommer im Büro kann ab einer gewissen Temperatur schon mal zum absoluten Albtraum werden. Aber: Wie verhält es sich eigentlich mit hitzefrei am Arbeitsplatz? Gibt es das überhaupt? Aufschluss darüber kann ein Faltblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus dem Jahr 2019 geben. Dieses bezieht sich auf die „Technische Regel für Arbeitsstätten“ und zeigt ein Stufenmodell zur Erläuterung auf, wann der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen sollte und wann er sogar dazu verpflichtet ist. 

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Bei einer Lufttemperatur zwischen +26 und +30 Grad sollten Maßnahmen ergriffen werden

So heißt es, dass bei einer Lufttemperatur im Arbeitsraum zwischen +26 und +30 Grad, der Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen soll. Verpflichtend werden diese allerdings erst bei einer Büro-Temperatur von über +30 bis +35 Grad. Wie diese eben angesprochenen Maßnahmen aussehen können, ist vielseitig. So können laut des Faltblattes beispielsweise die Arbeitszeiten flexibel gestaltet oder Ventilatoren eingesetzt werden, um das Arbeiten angenehmer zu machen. Ein weiterer Fall tritt ein, wenn die Lufttemperatur im Arbeitsraum auf über +35 Grad steigt. Dann nämlich „ist der Raum für die Zeit der Überschreitung ohne entsprechende Maßnahmen nicht als Arbeitsraum geeignet“, heißt es.

Trotzdem gilt natürlich auch hier, dass ein mögliches Hitzefrei mit dem Chef abgesprochen werden muss. 

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