27. September
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Snapchat-Einbruch:

Snapchat-Einbruch: Drei Millionen täglich aktive Nutzer weniger!

Hand aufs Herz: Wer von Euch zieht Snapchat der Facebook-Tochter Instagram vor? Wer diese Frage verneint hat, dürfte bei den folgenden Neuigkeiten weniger überrascht sein: Am Dienstagabend amerikanischer Zeit verkündete „Snap Inc.“, die Firma hinter der Foto-App Snapchat, dass sie drei Millionen täglich aktive Nutzer weniger im zweiten Quartal verzeichnen mussten. Wem gibt Snapchat-Gründer Evan Spiegel Schuld an dem User-Debakel?

Zwei Prozent weniger Nutzer, dafür mehr Einnahmen 

Erstmals in ihrer siebenjährigen Geschichte verliert die Foto-App User. „Nur noch“ 188 Millionen Nutzer nutzen das Foto-Tool täglich. Das sind laut „Spiegel Online“ zwei Prozent weniger als noch im Quartal zuvor. Finanziell scheint dies Snapchat nicht gerade weh getan zu haben. Wie das Online-News-Portal weiter schreibt, stieg der Umsatz im Jahresvergleich auf 262 Millionen Dollar, das sind umgerechnet etwa 195 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 44 Prozent! Aber was ist nun Grund für den Nutzer-Rückgang? 

Evan Spiegel macht Update für User-Rückgang verantwortlich 

Der Ehemann von Miranda Kerr und „Snap Inc.“-CEO Evan Spiegel hat sich laut „Süddeutsche.de“ zu den Gründen des Nutzer-Minus geäußert. Er spricht aus, was viele vermutlich schon gedacht haben: Das Design ist Schuld. Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr überarbeitete das Unternehmen die App. Die Änderungen stießen jedoch bei einigen Nutzern nicht gerade auf Begeisterung.

Kylie Jenner ließ „Snap“-Aktie abstürzen – mit nur einem Tweet 

Seinen Höhepunkt dürfte der Ärger über die neue Version von Snapchat wohl mit Kylie Jenners Post am 21. Februar 2018 erreicht haben. So twitterte die Influencerin „Also, bin ich die Einzige, die Snapchat nicht mehr öffnet? Oder bin nur ich es...Ugh, das ist so traurig.“ Zu diesem Zeitpunkt scharten sich bereits rund 24,5 Millionen Twitter-Nutzer um Kylie Jenner. Die Folge: Der Kurs der Aktie des Unternehmens „Snap Inc.“ sank zeitweise um fast acht Prozent. Um das Ganze etwas greifbarer zu machen: Diese acht Prozent entsprechen laut „Spiegel Online“ einem Börsenwert von etwa 1,7 Milliarden Dollar, also über 1,4 Milliarden Euro.

Wo treiben sich die anderen Nutzer herum?

Um sich einen Überblick über die App-Nutzung der deutschen Jugendlichen zu verschaffen, lässt sich die „Jugend, Information, (Multi-)Media“-Studie (JIM) des „Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest“ (mpfs) heranziehen. Im Jahr 2017 lag bei den 12- bis 19-Jährigen WhatsApp auf Platz eins der Kategorie „Wichtigste Apps“ bei welcher bis zu drei Nennungen möglich waren. Auf Platz zwei befindet sich Snapchat, gefolgt von Instagram, YouTube und Facebook. Es bleibt abzuwarten, an welcher Position wir Snapchat in der JIM-Studie 2018 vorfinden werden. 

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