Wincent Weiss: „Sing meinen Song“-Tipps von Yvonne Catterfeld?

Wincent Weiss:
Regina Fürst 
Regina Fürst
 03. Dezember 2018, 11:23 Uhr

Sänger, Schauspieler, Comedians – im Synchronstudio kommen sie alle zusammen. Ihr braucht einen Beweis? Kein Problem. Der kleine Drache Tabaluga, der bereits am 6. Dezember 2018 als Animationsfigur in die deutschen Kinos flattert, hat es geschafft Michael „Bully“ Herbig, Rick Kavanian, Yvonne Catterfeld und Wincent Weiss zu vereinen. Letzterem steht nach seiner Synchron-Feuertaufe bereits die nächste stimmliche Herausforderung bevor: Wincent Weiss wird bei der kommenden Staffel der VOX Erfolgsshow „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ Lieder seiner Kollegen zum Besten geben. Synchron-Kollegin Yvonne, die Tablugas bessere Hälfte Lilli im Film sprach, war bereits 2015 Kandidatin der Show. Ob sich Tabaluga-Sprecher Wincent bei Yvonne schon Tipps abholen konnte? Wir haben beim Tabaluga-Interview in München nachgehakt.

Vatergefühle bei dem Sänger? Darum denkt Wincent bei Tabaluga an eigene Kinder  

Welche Bedeutung hat Tabaluga für Euch persönlich?

Yvonne: Ich bin nicht wie Wincent damit aufgewachsen. Ich kenne das natürlich. Aber bei uns war es halt auch irgendwie eine andere Zeit. Ich weiß gar nicht wie es in der DDR war. Vieles kam ja auch gar nicht zu uns. Mir ist Tabaluga erst später aufgefallen. Ich war auch mal auf einem Event und war sehr beeindruckt, weil ich es damals schon toll fand, dass spielerisch und erzählerisch Werte vermittelt werden – aber ganz unterschwellig.

Wincent: Ich war wahrscheinlich genau auf der Seite, denen die Werte so unterschwellig vermittelt wurden.

Yvonne: Deswegen bist du so ein toller Kerl!

Wincent: Dankeschön (lacht). Ich habe bei den ganzen Tabaluga-Spieleklassikern im Fernsehen mitgefiebert. Ich bin aber auch gar nicht so krass damit aufgewachsen. Tabaluga ist ja wirklich schon viel, viel älter, als ich. Da war ich ja noch lange, lange gar nicht in Planung (lacht). Ich bin aber auch gespannt, wenn ich irgendwann mal Kinder habe, ob Tabaluga dann immer noch so ein Thema ist. Es gibt ja Kultfiguren, die immer wieder am Leben gehalten werden durch Erneuerungen wie diese. Durch Animationen oder indem die Geschichten aufs aktuelle Leben getrimmt werden. Bin ich mal gespannt, ob in zehn, 15 oder fünf Jahren, wenn ich anfange, Kinder zu bekommen, ob Tabaluga dann immer noch am Start ist.

Yvonne: Auf jeden Fall kannst du dann stolz sagen: „Das war ich. Den habe ich gesprochen.“

Wincent: Das stimmt!

Yvonne: Das mache ich jetzt auf jeden Fall!

Hattet ihr auch das Gefühl, dass der Film zur richtigen Zeit veröffentlicht wird? Immerhin geht bei Tabaluga auch darum, dass man gegenüber Fremden, die aus einem anderen „Land“ kommen, keine Vorurteile haben sollte.

Yvonne: Ja, absolut. Ich hab gleich einen Rückschluss gezogen. Man kann es jetzt auch größer machen als es ist. Aber klar: Es treffen zwei verschiedene Welten aufeinander. Es gibt Vorurteile. Man glaubt, was andere einem glauben machen. Diese Welten zu vereinen und sich näher zu kommen, darum geht es dann im Film und natürlich auch im Leben. Und auch darum, dass es solche Fronten gibt. Klar, kann man das jetzt auch politisch größer machen. Letztlich ist es ein Kinderfilm und vor allem einer für die gesamte Familie. Aber es ist ein gutes Thema in dieser Zeit, würde ich sagen.

Wincent: Ich bin da am Anfang gar nicht so politisch rangegangen, wie man es groß machen könnte. Es ist ein Kinderfilm. Aber klar: Diese Welten verbinden und gerade, dass so viele verschiedene Charaktere aufeinandertreffen und am Ende ja auch harmonisch an einem Strang ziehen, das ist ja auch das, was man sich heutzutage in der Welt wünscht.

Duett-Luft geschnuppert? Das denken Wincent Weiss und Yvonne Catterfeld über eine mögliche Zusammenarbeit

Im Film durftet ihr zusammen singen. Reizt es euch – unabhängig von Tabaluga – musikalisch gemeinsame Sache zu machen?

Yvonne: Lustig, wenn du sagst, wir haben „zusammen gesungen“ (lacht). Man hat immer so eine andere Vorstellung davon: Überraschende Tatsache ist, dass wir getrennt voneinander im Tonstudio aufgenommen haben. Im Prinzip haben wir gar nicht zusammen gesungen. Es ist nochmal etwas anderes glaube ich, wenn man wirklich richtig zusammen singt. Aber unabhängig davon: Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht, weil wir uns ja noch nicht einmal richtig kenngelernt haben. Wir haben uns erst zwei Mal getroffen. Unsere Figuren sind sich viel näher als wir.

Aber dafür harmoniert ihr doch super!

Wincent: Das können wir nach dem Pressetag entscheiden, wie weit wir das fortführen wollen.

Yvonne: Ja, genau (lacht).

Wincent: Aber ich hätte zum Beispiel nichts dagegen.

Yvonne: Ja, ich auch nicht.

Wincent: Mit anderen Künstlern würde ich eh immer zusammenarbeiten, da meine erste Platte komplett auf mich fokussiert war. Ich wollte erst einmal nur für mich Musik machen. Gerade bei der zweiten Platte, bei dem, was jetzt kommt, will ich Kollabos machen, viel mit anderen Künstlern zusammenarbeiten, besonders viel von anderen Künstlern lernen. Da ich ja gerade ganz am Anfang bin.

Yvonne: Ich finde auch sehr bereichernd, andere kennenzulernen, zu sehen, wie andere arbeiten, wie sie textlich rangehen oder überhaupt inhaltlich und musikalisch. Und, auch da können sich verschiedene Welten verbinden – vielleicht zu etwas Genialem! Wincent ist ja witzigerweise mit Bengio auf Tour gegangen, der auch bei mir Support war. Da treffen sich ja auch wieder unsere Welten (lacht).

Wincent, vor wenigen Wochen wurde bekannt gegeben, dass du 2019 bei „Sing meinen Song“ zu sehen sein wirst. Konntest du schon Tipps von deiner Kollegin einholen?

Wincent: Von Yvonne? Ne, noch nicht.

Yvonne: Bist du da? Oh, wow!

Wincent: Ja, nächstes Jahr.

Yvonne: Nächstes Jahr? Um die Zeit hatte ich schon Muffensausen. Das weiß ich noch. Da dachte ich so: „Oh, Gott! Das ist so ein Riesending was auf einen zukommt.“ Aber cool, wie schön!

Wincent: So ein paar No-Gos könntest du mir verraten. Aber mir wurde vom Sender schon gesagt, dass es keine No-Gos gibt. Die haben gesagt: „Mach, was du willst.“

Yvonne: Sowas hatte ich bis dahin auch noch nie erlebt, dass die wirklich sagen „Macht, was ihr wollt musikalisch. Wir vertrauen euch. Wenn ihr gut seid, dann ist es auch fürs Publikum gut.“ Und so ist es auch. Machen zu können, was man will, ist doch das Beste.

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