Trauriger Bericht von Papa Günther: Er versuchte vergeblich, seinem Sohn Daniel Küblböck zu helfen
 15.10.2019, 15:34 Uhr

Vor etwas über einem Jahr kam die traurige Meldung, dass der ehemalige DSDS-Star Daniel Küblböck über Bord eines Kreuzfahrtschiffes in den Tod gesprungen ist. Sein Sohn habe vor dem Unglück eine Psychose entwickelt, sagt der Vater des Sängers. Günther Küblböck berichtete jetzt in einer SWR-Talkshow, wie er versuchte, Daniel zu helfen, wie machtlos er sich als Angehöriger gefühlt hat und wie er heute mit dem Verlust zurechtkommt.

Bei Daniel Küblböck sei alles sehr schnell gegangen, berichtete sein Vater

In der SWR-Sendung „Nachtcafé" ging es um psychische Störungen. Die Erkrankung habe sich bei seinem Sohn sehr schnell entwickelt, sagte Günther Küblböck in der Talkshow: „Ich muss auch dazusagen, der Daniel hat ja also eigentlich 33 Jahre keine, ich sag mal, keine Krankheit gehabt in dem Sinne. Also war nie irgendein Anzeichen, dass er eine psychische Erkrankung hätte. Das ist wirklich dann bei ihm sehr schnell gegangen." Innerhalb weniger Wochen habe sich eine Psychose bei Daniel Küblböck entwickelt und die Familie sei dann nicht mehr an ihn herangekommen, berichtete sein Vater: „Und das große Pech bei uns war ja auch, dass wir ihn auch einfach nicht greifen konnten. Er war dann danach gleich in Mallorca, und da war es schwer, dass man dann überhaupt auf ihn zugreifen könnte. Und dann, danach ist er dann direkt auf das Schiff gegangen, und wir konnten ihn eigentlich gar nicht mehr nach Hause bekommen.”

Angehörige wie die Familie von Daniel Küblböck fühlen sich oft machtlos

Besonders nah gehen die Schilderungen von Günther Küblböck, wie die Familie versuchte, Daniel zu helfen. Er habe verhindern wollen, dass der Sänger an Bord geht, was aber nicht klappte. Gegen den Willen ihres Sohnes konnten weder die Behörden noch Ärzte auf dem Schiff eingreifen. In den letzten Monaten hatte sich der Vater des einstigen DSDS-Stars aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. An der Talkshow habe er jetzt trotzdem teilgenommen in der Hoffnung, dass es etwas bringt, psychische Erkrankungen mehr ins Bewusstsein zu rücken. Jeder könne betroffen sein und deshalb sei es wichtig, mehr darüber zu wissen und mehr Verständnis aufzubringen.

Wenn ihr euch in einer verzweifelten Lage befindet, kontaktiert bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 gibt es Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufgezeigt haben.

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