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Wegen #MeToo & Klischee: "Mulan" verzichtet auf beliebte Charaktere

Es dauert nicht mehr lange, bis am 26. März endlich die langersehnte Realverfilmung des Disney-Klassikers von "Mulan" in die Kinos kommt. Und obwohl derzeit wegen des Coronavirus in China, dem Heimatland der kriegerischen Prinzessin, Ausnahmezustand herrscht, weshalb die Kinos sogar vorübergehend geschlossen haben, freuen sich Fans weltweit auf den Streifen. Doch dabei müssen sie auch Änderungen zum Zeichentrickfilm von 1998 in Kauf nehmen. So wurde der beliebte Drache Mushu in der Neuverfilmung gestrichen. Mulans "love interest" Li Shang ist in gleich zwei anderen Figuren wiederzufinden. Nun verriet ein Professor an der University of Southern California, der Experte rund um die chinesische Politik ist, die Hintergründe für die Änderungen an den Charakteren. Gegenüber "The Hollywood Reporter" erklärte er: "Mushu war sehr beliebt in den USA, aber die Chinesen hassten ihn. Diese Art von Mini-Drache trivialisierte ihre Kultur." Verständlich, dass aus diesem Grund auf den vorwitzigen Sidekick verzichtet wird. Doch aus einem ganz anderen Grund wurde Hauptmann Li Shang direkt in zwei unterschiedliche Personen aufgeteilt. Das verriet der Produzent des Films, Jason Reed, gegenüber "Collider": "Ich denke, besonders in der Zeit der #MeToo-Bewegung war es sehr unangenehm, einen kommandierenden Offizier zu haben, der gleichzeitig auch das Objekt der Begierde ist, daher hielten wir es für unangebracht." Wie "Mulan" trotz der Neuerungen bei den Fans ankommen wird, erfahren wir spätestens ab dem 26. März, wenn der Film in unsere Kinos kommt.

Imke Schmoll
Imke Schmoll
 03.03.2020, 16:09 Uhr

Am 26. März 2020 kommt endlich Disneys Realverfilmung von "Mulan" in die Kinos. Schon jetzt wurde bekannt, dass mehrere beliebte Charaktere nicht mehr dabei sind. Ein Grund dafür ist unter anderem die #MeToo-Bewegung sowie ein typisches Klischee für China. Erfahrt hier mehr dazu!

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